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16. Juni 2021

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  • Kolik bei Pferden

    Weit über die Hälfte aller Pferde leiden heutzutage an Problemen mit dem Magen- und Darmtrakt. Lesen Sie hier, wie der Pferdemagen aufgebaut ist und welche wichtige Rolle die richtige Fütterung bei der Vorbeugung von Koliken spielt. 

     

    Inhaltsübersicht 

    Was ist eine Kolik? 

    Anatomie des Pferdemagens 

    Die richtige Fütterung ist entscheidend 

     

    Was ist eine Kolik? 

    Die Kolik lässt sich allgemein als ein Sammelbegriff für alle Symptome, die auf Magen- und Darmprobleme hinweisen, bezeichnen. Sie ist somit keine Krankheit selbst, sondern deutet auf eine Fehlfunktion des Verdauungstraktes bei Pferden hin. Zu den betroffenen Tieren zählen nicht nur Sportpferde - auch Fohlen oder Freizeitpferde können an einer Kolik erkranken. 

     

    Anatomie des Pferdemagens 

    Der Magen ist eines der sensibelsten Organe des Pferdes. Er besteht aus einem großen Muskelsack mit einem Fassungsvermögen von 15-20 Litern, der 24 Stunden am Stück arbeitet. Daher ist das Pferd auf 16-20 Stunden Futteraufnahme/Tag angewiesen. 

    Der Pferdemagen ist in zwei Bereiche unterteilt: Im vorderen Bereich befindet sich die Magenschleimhaut. Der hintere Teil besteht aus Drüsengewebe, welches für die Produktion von Magensäure verantwortlich ist. Um die Säure zu puffern, ist eine ausreichende Speichelproduktion erforderlich. Hier kommt die richtige Fütterung des Pferdes ins Spiel. 

     

    Die richtige Fütterung ist entscheidend 

    Da Pferde in der Natur 24 Stunden Raufutter fressen können, produziert der Magen dauerhaft Magensäure. Kommt es zu längeren Fresspausen, kann die Magensäure den hinteren Bereich des Magens übersteigen. Dies kann kleinere Verletzungen der Magenschleimhaut bis schmerzhafte Magengeschwüre zur Folge haben. Die Fresspausen sollten daher nicht länger als 4-6 Stunden sein. Bekommt das Pferd zu viel Kraftfutter, wird weniger Speichel zum Puffern der Magensäure produziert. Weizen und Roggen lösen außerdem eine vermehrte Bildung von Gastrin und Histamin aus. Im Überschuss können diese Stoffe eine Entstehung von Magengeschwüren fördern. 

    Zum Vergleich: Beim Kauen von 1 kg Kraftfutter (in 10 Min.) wird ca. 1 l Speichel produziert. Bei 1 kg Raufutter (ca. 40 Min.) werden ca. 5 l Speichel produziert. 

    Raufutter ist also essentiell für die Pferdefütterung. Die Tiere sind dadurch länger beschäftigt und die Verdauung bleibt im Gleichgewicht. Außerdem lebt die Darmflora in Blind- und Dickdarm von der Rohfaser. Sobald das Raufutter vom Magen verdaut wurde, wandert es als Futterbrei weiter in den Darm. Auch hier spielt der Brei eine besondere Rolle: Der Darm des Pferdes arbeitet nur, wenn er gefüllt ist. Kommt kein Futter vom Magen nach, hört der Darm auf, das Futter nach hinten zu transportieren. Es kann dann anfangen zu gären. 

    Bei einem bereits geschädigten Magen-Darm-Trakt empfiehlt es sich, entsprechende Ergänzungsfuttermittel unterstützend hinzuzuziehen. Viele Magenprobleme lassen sich durch Optimierung der Haltung oder der Fütterung verbessern. Auch Stress ist ein möglicher Faktor um Magenprobleme auszulösen. 

    Daher gilt: Achten Sie besonders auf die ausreichende Fütterung von Raufutter!

  • Mischfütterung bei der Katze: So geht's!

    Mischfütterung: So geht’s!

    Informieren Sie sich jetzt zum Thema

    Mischfütterung und was beim Mix aus
    Trocken- und Nassfutter zu beachten ist

    Auf einen Blick

    • Was ist Mischfütterung?
    • Was sind die Vorteile von Mischfütterung?
    • Was muss ich bei der Mischfütterung beachten?
    • Wie kann Mischfütterung in der Praxis aussehen?

    Was ist Mischfütterung?

    Mischfütterung bezeichnet das Füttern von Feucht- und Trockennahrung. Bei der Kombination beider Fütterungsarten sollten keinesfalls Nahrungen verschiedener Hersteller „einfach so“ miteinander kombiniert werden, sondern die Kombination sollte „passen“. Dabei kann die Nahrung entweder in getrennten Portionen über den Tag verteilt gegeben werden oder aber im Napf miteinander vermischt werden – ganz nach dem Geschmack der jeweiligen Katze. Trocken- und Feuchtnahrung können bedenkenlos als Alleinfutter verwendet werden. Auch die Fütterung mit nur einer Produktart stellt sicher, dass die Katze eine vollwertige und ausgewogene Ernährung bekommt. Allerdings lassen sich durch die Kombination beider Fütterungsarten die jeweiligen Vorteile miteinander vereinen.

    Was sind die Vorteile von Mischfütterung?

    Hoher Wasseranteil

    Feuchtnahrung hat einen hohen Flüssigkeitsgehalt von rund 80 % Wasser. Die vermehrte Flüssigkeitsaufnahme fördert die Gesundheit der Harnwege und beugt der Entstehung von Harnwegserkrankungen vor.

    Geruch

    Feuchtnahrung hat in der Regel bedingt durch den intensiveren Geruch eine höhere Akzeptanz. Für Katzen ist der Geschmack übrigens zweitrangig, ein Futter muss vor allem gut riechen. Katzen haben nämlich – im Unterschied zu uns Menschen – einen schlecht ausgeprägten Geschmackssinn und einen hervorragend ausgebildeten Geruchssinn. Tatsächlich riechen sie 18x besser als wir Zweibeiner. Katzen mit wenig Appetit werden deshalb durch den intensiven Geruch der Feuchtnahrung zum Fressen animiert.

    Kleine Portionen

    Im Gegensatz zu Hunden neigen Katzen dazu, über den Tag verteilt mehrere kleine statt einer großen Portion zu sich zu nehmen. Trockennahrung kann im Gegensatz zur Feuchtnahrung offen zur freien Verfügung angeboten werden, ohne einzutrocknen oder zu verderben – und das auch bei höheren Temperaturen. Dies kommt dem Bedürfnis von Katzen nach kleinen Portionen entgegen.

     
     
     
     
     

    Was muss ich bei der Mischfütterung beachten?

    Qualität

    Um sicherzugehen, dass die Ernährung ausgewogen ist, sollten Nahrungen unterschiedlicher Qualität nicht miteinander vermischt werden. Akute Durchfälle und eine unausgewogene Nährstoffversorgung können die Folge sein. Deshalb sollte man ausschließlich Trocken- und Feuchtnahrung einer hochwertigen Futtermittelmarke kombinieren. Auch auf „passende Kombinationen“ sollte man achten, z. B. Light als Trockennahrung und als Feuchtnahrung.

    Energiegehalt

    Der tägliche Energiebedarf des jeweiligen Vierbeiners sollte nicht überschritten werden, denn sonst steigt das Risiko für Übergewicht. Einige Hersteller geben Fütterungsempfehlungen für Mischfütterung an. So kann man die Mengen der Feucht- und Trockennahrung genau abstimmen und vermeidet eine Überversorgung.

    Frische

    Werden Trocken- und Feuchtfutter im Napf miteinander vermischt, ist es wichtig, die Trockennahrung nicht zu lange aufweichen zu lassen. Denn sonst geht der positive mechanische Effekt, den die knusprigen Kroketten für die Zähne haben, verloren. Etwa 30 Minuten nach der Fütterung sollten die Reste aus dem Napf entfernt werden, damit die Katze nicht eingetrocknete, verdorbene Nahrung frisst. Halten Sie das Gewicht Ihrer Katze im Auge.

    Wie kann Mischfütterung in der Praxis aussehen?

    Zunächst kommt es auf die richtige Kombination an. Es hat sich bei der Mischfütterung bewährt, pro Tag einen Frischebeutel des jeweiligen Produkts mit der jeweils auf das Tier abgestimmten Menge an Trockennahrung zu kombinieren. Frischebeutel haben dabei den Vorteil, dass sie genau eine Mahlzeit beinhalten. Reste müssen nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wer lieber zur Dose greift, sollte darauf achten, die Feuchtnahrung bei Zimmertemperatur zu servieren. Direkt aus dem Kühlschrank aufgetischte Nahrung ist für den sensiblen Katzenmagen zu kalt.

    Die Menge an Trockennahrung, die zusätzlich gegeben wird, richtet sich nach dem Gewicht und der Größe der Katze. Eine idealgewichtige Katze mit einem Durchschnittsgewicht von 4 kg erhält also beispielsweise 35 g Trockennahrung sowie einen Frischebeutel. Bei einer übergewichtigen Katze mit einem Körpergewicht von 4 kg wird die Trockenration hingegen auf 24 g reduziert.

    ©Copyright ROYAL CANIN 2020

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  • Harnwegserkrankungen - Alles, was Sie über Harnwegserkrankungen bei der Katze wissen müssen!

     

    Ihre Katze leidet an
    schmerzhaften Harnsteinen?

    Informieren Sie sich jetzt zum Thema

    Erkrankungen der unteren Harnwege

    und wie Sie Ihrer Katze helfen können

     

    Auf einen Blick

    • Was sind Harnsteine und wie entstehen sie?
    • Welche sind die Hauptursachen für Harnsteine?
    • Woran kann ich erkennen, ob meine Katze Harnsteine hat?
    • Was kann man gegen Blasensteine bei Katzen tun?
    • Welche Rolle spielt das Katzenfutter?
    • Welche Vorteile bietet Nassnahrung?
    • Welche Vorteile bietet Royal Canin?
    • Die neuen Urinary S/O Frischebeutel mit verbesserter Rezeptur

    Was sind Harnsteine und wie entstehen Sie?

    Bei Harnsteinen handelt es sich um bestimmte Mineralstoffverbindungen, die sich in den Harnwegen der Katze ablagern. Je nach Größe wird zwischen Kristallen, Grieß oder Steinen unterschieden. Sie bilden sich aus Bestandteilen des Urins. Dabei fallen bestimmte Mineralien im Harn aus und bilden zunächst Kristalle, die sich nach einiger Zeit zu mehr oder weniger großen Harnsteinen bündeln. Häufig sind diese in der Blase anzutreffen.

    Struvitkristall mit typischer "Sargdeckel" form

    Oxalatkristall mit typischer "Briefkuvert" form

    Aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung lassen sich verschiedene Harnsteinarten unterscheiden. Zu den häufigsten Typen zählen der Struvitstein (Magnesium-Ammonium-Phosphatstein) und der Kalziumoxalatstein. Während Struvitsteine häufiger bei Kätzinnen als Katern im Alter bis zu 6 Jahren auftreten, findet man Oxalatsteine häufiger bei mittelalten männlichen Katzen. Tiere, die keinen Freigang haben oder mit Üergewicht sind häufiger betroffen.

    Welche sind die Hauptursachen für Harnsteine?

    Es gibt verschiedene Gründe und Risikofaktoren für die Entstehung von Harnsteinen.
    Zu den häufigsten zählen:

    Übergewicht

    Katzen, die übergewichtig sind und/oder sich nur wenig bewegen, haben ein größeres Risiko Blasensteine zu entwickeln.

    Ruhiger Lebensstil

    Studien belegen, dass bei Wohnungskatzen mit einer bewegungsarmen Lebensweise häufiger Blasensteine vorkommen als bei aktiven Katzen mit Idealgewicht.

    Kastration

    Folgerichtig tragen auch kastrierte Kater durch die mit der Kastration einhergehende verminderte Aktivität und Neigung zu Übergewicht ein vermehrtes Risiko an Harnsteinen zu erkranken.

    Ernährungsfehler

    Die Bildung von Kristallen kann durch z. B. einen unausgewogenen Mineralstoffgehalt im Katzenfutter gefördert werden. Die optimale Nährstoffzusammensetzung der Nahrung ist daher wichtig, um unter anderem den pH-Wert des Harns in einem günstigen Bereich zu halten.

    Geringe Wasseraufnahme

    Trinken Katze zu wenig, reduzieren sich Harnmenge sowie Häufigkeit des Harnabsatzes, wodurch die ableitenden Harnwege zu wenig „durchgespült“ werden. Um die Katze ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen, ist eine hohe Wasseraufnahme wichtig.

    Harnwegsinfektion

    Bestimmte Erkrankungen, wie bakterielle Harnwegserkrankungen, können die Entstehung von Blasensteinen begünstigen.

    Stress

    Studien belegen, dass auch Stress die Entstehung von Harnsteinen begünstigen kann. Dazu können Veränderungen im Umfeld der Katze zählen wie zB neue Umgebung, Familienmitglieder, etc..

     
     
     
     
     
     
     
     
     

    Woran kann ich erkennen, ob meine Katze Harnstein hat?

    Harnsteine sind unangenehm und verursachen Schmerzen. Betroffene Katzen äußern ihr Unwohlsein auf verschiedene Weise, bei manchen können Symptome eine Zeitlang sogar unbemerkt bleiben, da Katzen in der Lage sind, Schmerzen oft gut zu verbergen. Sie beobachten, dass Ihre Katze längere Zeit unter kläglichem Miauen in der Katzentoilette sitzt und Schwierigkeiten hat, Harn abzusetzen? Es sind aber lediglich vereinzelte, häufig blutige Tropfen das Ergebnis? Lässt das Tier Wasser an ungewöhnlichen Stellen, ist es also unsauber, sucht es häufig das Katzenklo auf, krümmt seinen Rücken und ist antriebs- oder appetitlos? Dann können dies Anzeichen für eine Steinbildung sein und Sie sollten umgehend, auch im Zweifel, Ihre Katze dem Tierarzt vorstellen. Harnsteinprobleme können oft akute und gefährliche Krankheitsverläufe aufweisen.

    Was kann man gegen Blasensteine bei Katzen tun?

    Zeigt Ihre Katze typische, bereits vorher erwähnte Symptome, müssen Sie unverzüglich einen Tierarzt aufsuchen. Dieser wird anhand des Vorberichtes (Rasse, Geschlecht usw.) und der klinischen Untersuchung (äußerliches Betrachten, Abtasten etc.) eine Blutuntersuchung, Röntgen oder Ultraschall durchführen. Da bildgebende Verfahren nur Vermutungen über den Steintyp erlauben, ist eine Laboranalyse in jedem Fall erforderlich. Nur so kann eine geeignete Therapie und/oder Ernährung für den Patienten festgelegt werden. Harnsteinerkrankungen bei Katzen sind meistens mit einer längeren Behandlungsdauer und unter Umständen mit einem operativen Eingriff verbunden. Kleinere Blasensteine können meistens mit Medikamenten oder einer Spezialnahrung innerhalb mehrerer Wochen aufgelöst werden. Größere Harnsteine, die sich nicht auflösen lassen, müssen gegebenenfalls operativ entfernt werden.

    Welche Rolle spielt das Katzenfutter?

    Ein wichtiger Bestandteil der Therapie von Harnsteinen ist die Fütterung einer speziellen Harnsteindiät. Der Mineralstoffgehalt der Nahrung und ihr Einfluss auf den pH-Wert des Urins sind entscheidend. Für Katzen mit Harnsteinen gibt es spezielle Diätnahrung beim Tierarzt, mit der sich Harnsteine je nach Steintyp diätetisch auflösen lassen. Sind die Steine erfolgreich beseitigt, sollte eine Nahrung zur Unterstützung der Harnwegsgesundheit dauerhaft weitergefüttert werden. Bei Harnsteinerkrankungen kann es zu Rückfällen mit erneuter Steinbildung kommen. Es ist daher wichtig neben der Zusammensetzung der Nahrung auch auf ihre Schmackhaftigkeit größten Wert zu legen, um sicher zu stellen, dass die Katze auch bei langer Fütterungsdauer die Nahrung gerne zu sich nimmt und somit ein Therapie Erfolg gewährleistet ist.

    Welche Vorteile bietet Nassnahrung?

    Hoher Flüssigkeitsgehalt

    Nassfutter besteht durchschnittlich aus 80 Prozent Wasser. Katzen, die wenig trinken, können mit dem wasserhaltigen Futter fast ihren gesamten Flüssigkeitsbedarf decken. Zudem wird die Gesundheit der Harnwege gefördert und der Entstehung von Harnwegserkrankungen vorgebeugt.

    Geeignet für Katzen mit großem Appetit

    Durch den hohen Wassergehalt enthält Feuchtnahrung pro Volumeneinheit nur etwa ein Viertel so viele Kalorien wie die gleiche Menge Trockennahrung. Nassfutter eignet sich demnach besonders gut für Tiere, die zu Übergewicht neigen.

    Hohe Akzeptanz

    Da Feuchtnahrung mehr Wasser enthält als Trockenfutter, entfalten sich Aromen besser, sodass es intensiver duftet und von Katzen gerne gefressen wird.

    Einflussfaktoren auf die Akzeptanz von Nassfutter

    Geruch

    Der Geruch ist für Katzen der Schlüsselfaktor für die Akzeptanz einer Nahrung. Ein für die Katze unangenehmer Geruch kann die Futteraufnahme vollständig verhindern, unabhängig vom tatsächlichen Geschmack oder dem Nährwert der Nahrung. Es kann sein, dass die Katze das Futter nicht anrührt, wenn an ihrem Napf Spuren eines Spülmittels haften. Der Geruch gibt für Katzen demnach den Ausschlag, ob sie etwas fressen oder links liegen lassen.

    Textur

    Die Textur der Nahrung ist ein sehr wichtiger Faktor und bestimmt nicht nur die Art und Weise der Futteraufnahme, sondern beeinflusst auch die Akzeptanz. In der Regel ist eine Feuchtnahrung in verschiedenen Texturen erhältlich, zum Beispiel als Stückchen in Soße, Stückchen in Gelée oder als Mousse. Der Vorteil dieser Vielfalt liegt auf der Hand: Man kann der Katze Abwechslung bieten und ihren individuellen Vorlieben entsprechen, ohne dabei das Produkt wechseln und mit negativen Begleiterscheinungen wie Durchfall rechnen zu müssen.

    Geschmack

    Der Geschmack ist für Katzen nur bedingt ausschlaggebend, denn sie verfügen im Vergleich zum Menschen nur über wenige Geschmacksknospen. Katzen können Bitter, Sauer, Salzig und Umami (die Reaktion auf bestimmte Aminosäuren) schmecken. Süßen Geschmack können Katzen nur sehr eingeschränkt oder gar nicht wahrnehmen. Damit stehen vor allem der Geruch und die Textur im Vordergrund bei der Wahl ihres Lieblingsfutters. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse haben zudem ergeben, dass neben der Textur vor allem das Makronährstoffprofil (Art, Menge und Verhältnis von Proteinen und Fetten) einen maßgeblichen Einfluss auf die langfristige Akzeptanz der Nahrung hat.

    Wussten Sie schon..?

    Meistens wird Feuchtnahrung zur Mischfütterung in Kombination mit Trockennahrung verwendet. Mischfütterung ist artgerecht und beinhaltet den Vorteil beider Futtervarianten.

    >> Hier geht´s zur Mischfütterung <<

    Welche Vorteile bietet Royal Canin?

    Royal Canin hat für Katzen eine maßgeschneiderte Nahrung zur Prophylaxe und Unterstützung der Behandlung von Harnwegserkrankungen in Verbindung mit Blasensteinen entwickelt. Die Auflösung von Struvitsteinen sowie die Vorbeugung von Struvit- und Oxalatsteinen kann mit den URINARY S/O Diätnahrungen nachweislich unterstützt werden. Dies wird durch eine optimale Zusammensetzung der Nahrung und bester Schmackhaftigkeit erreicht. Die breite Palette der URINARY-Harnsteindiäten ist auf die individuellen Bedürfnisse verschiedener Katzen zugeschnitten und bietet zahlreiche Formulierungen in feuchter als auch trockener Variante.

    Die neuen URINARY S/O Frischebeutel mit verbesserter Rezeptur

    Die Textur der Nahrung ist ein sehr wichtiger Faktor für die Schmackhaftigkeit und bestimmt nicht nur die Art und Weise der Futteraufnahme, sondern beeinflusst auch die langfristige Akzeptanz der Nahrung. Daher hat ROYAL CANIN basierend auf den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen von Experten der Tierernährung und -Gesundheit die URINARY S/O Nassnahrung von Geschmackssorten auf vielfältige schmackhafte Texturen wie Häppchen in Soße und Mousse umgestellt.

    URINARY S/O Mousse

    Diät-Feuchtnahrung für ausgewachsene Katzen zur Auflösung von Struvitsteinen und zur Verringerung von Struvitsteinrezidiven.

    >> Zum Produkt <<

    URINARY S/O Häppchen in Soße

    Diät-Feuchtnahrung im Frischebeutel für ausgewachsene Katzen zur Auflösung von Struvitsteinen und zur Verringerung von Struvitsteinrezidiven.

    >> Zum Produkt <<

    URINARY S/O Moderate Calorie Häppchen in Soße

    Diät-Alleinfuttermittel für ausgewachsene Katzen, die zu Übergewicht neigen. Die Feuchtnahrung im Frischebeutel dient zur Auflösung von Struvitsteinen und zur Verringerung von Struvitsteinrezidiven.

    >> Zum Produkt <<
     

    Das URINARY S/O Sortiment von ROYAL CANIN

    Hinweis

    Die Fütterung einer veterinärmedizinischen Diätnahrung darf nur in Rücksprache mit Ihrem Haustierarzt erfolgen.

    Während der Fütterung einer veterinärmedizinischen Diätnahrung sollten Sie Ihren Haustierarzt regelmäßig (alle 6 Monate) zu Kontrolluntersuchungen aufsuchen.

    Sollte sich der Gesundheitszustand Ihres Haustieres verschlechtern, müssen Sie umgehend tierärztlichen Rat einholen.

    ©Copyright ROYAL CANIN 2020

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  • Ist es sinnvoll, meinen Hund getreidefrei zu ernähren?

    Getreidefreies Futter wird heutzutage besonders bei Hunden immer mehr zu einem Trend. Schließlich sei der Hund ein Fleischfresser und das in Getreide enthaltene Gluten der Grund für eine Futtermittelallergie. Doch was verbirgt sich wirklich hinter der getreidefreien Ernährung und welche Mythen sind wahr? Wir klären Sie auf! 

     

    Inhaltsübersicht 

    Fleischfresser oder Allesfresser: Die Verdauungsphysiologie von Hunden 

    Wozu dient Getreide im Hundefutter? 

    Gluten als Auslöser für Unverträglichkeiten und Allergien? 

    Wann sollte man auf getreidefreies Futter zurückgreifen? 

     

    Fleischfresser oder Allesfresser: Die Verdauungsphysiologie von Hunden 

    Der Hund stammt zwar vom Wolf ab, die Verdauung hingegen hat heutzutage nicht mehr viel mit der eines Wolfes gemeinsam. Im Laufe der Jahre haben sich unsere Vierbeiner an die Ernährung des Menschen angepasst, weshalb Hunde nicht mehr als strikte Fleischfresser, sondern als Allesfresser gelten. Sie sind also in der Lage, die in Getreide enthaltene Stärke ohne Probleme aufzuschließen und zu verdauen. Doch nicht nur unsere geliebten Fellnasen, auch Wölfe sind auf Kohlenhydrate als Energielieferant angewiesen. Dabei nehmen sie durch das Fressen von Beutetieren, die zuvor Getreide zu sich nahmen, Kohlenhydrate unbewusst zu sich. 

     

    Wozu dient Getreide im Hundefutter? 

    Die unterschiedlichen Getreidesorten in Hundefutter wie Weizen, Dinkel, Roggen, Mais oder Reis dienen vorrangig als Energiequelle, die Ihren Hund mit Kohlenhydraten, pflanzlichen Eiweißen, Fetten, Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen versorgen. 

    Auch Futter ohne Getreide dient als Energielieferant, greift jedoch zum Abdecken der Nährstoffe auf alternative Rohstoffe zurück. Dazu zählen beispielsweise die Kohlenhydratquellen Kartoffeln, Erbsen, Quinoa, Amaranth und Buchweizen. 

    Sowohl getreidehaltiges Futter als auch Alternativen liefern demnach das Kohlenhydrat Stärke, was vorrangig für Kraft und Energie sorgt. Werden Hunde stärkereich gefüttert, sind sie in der Lage, die Produktion des Enzyms Amylase hochzufahren und somit problemlos die Stärke zu spalten. Hundefutter bis zu einem Kohlenhydratgehalt von zwei Drittel sind also unbedenklich. Enthält ein Futter jedoch mehr als 60 % Kohlenhydrate, ist der Hund nicht mehr in der Lage, die Masse an Stärke zu verdauen und bekommt Durchfall. 

    Daher gilt: Die Menge der Kohlenhydrate in herkömmlichen Hundefuttern ist so an die Verdauung unserer Vierbeiner angepasst, dass sie ausreichend Energie liefern und nicht schädlich für die Verdauung sind. 

     

    Gluten als Auslöser für Unverträglichkeiten und Allergien? 

    Heutzutage leiden immer mehr Hunde unter einer Futtermittelunverträglichkeit oder -allergie. Dabei wird häufig das Stoffgemisch Gluten, welches u. a. in Weizen, Dinkel und Roggen enthalten ist, als Übeltäter ausgemacht. Pflanzlichen Eiweißen wird jedoch kein höheres Risiko zugeschrieben, eine Allergie auszulösen, als anderen Eiweißen. 

    Deshalb sollten Sie bei Anzeichen einer Allergie (bspw. Hautbeschwerden, Juckreiz, Magen-Darm-Beschwerden) sicherstellen, dass es sich tatsächlich um eine Unverträglichkeit gegen Getreide und nicht gegen eine andere im Futter enthaltene Proteinquelle handelt. Grundsätzlich kommen Glutenunverträglichkeiten bei Hunden eher selten vor. 

     

    Wann sollte man auf getreidefreies Futter zurückgreifen? 

    Gesunde Hunde benötigen in der Regel kein getreidefreies FutterIst Ihnen allerdings bekannt, dass Ihr Hund auf ein bestimmtes oder mehrere Getreidesorten allergisch reagiert, sollten Sie auf Futtermittel ohne die entsprechenden Allergene zurückgreifen. Auch bei einer Unverträglichkeit auf Gluten, die allerdings nur selten bei Hunden vorkommt, sollten Sie Hundefutter ohne glutenhaltiges Getreide wie z. B. Weizen, Roggen oder Dinkel füttern. 

    Hunde, die unter der Zuckerkrankheit Diabetes leiden, sollten Futter mit einem moderaten Getreidegehalt zu sich nehmen, da zu viel Stärke den Blutzuckerspiegel rasant ansteigen lässt. Achten Sie jedoch darauf, nicht komplett auf Kohlenhydrate zu verzichten, da dies zu Stoffwechselkrankheiten sowie einer Insulinresistenz, der sogenannten Typ 2 Diabetes, führen kann. 

  • Was Sie bei der Augen- und Ohrenpflege beachten sollten

    Die Augen und Ohren gehören zu den wichtigsten Sinnesorganen bei Ihrem Hund. Deswegen ist es wichtig, dass Sie diese immer gut kontrollieren und pflegen. Um Berührungen und Pflegemaßnahmen so stressfrei wie möglich zu gestalten, ist es sinnvoll, Ihren Vierbeiner vom Welpenalter an daran zu gewöhnen. Mit unseren einfachen Tipps wird die Augen- und Ohrenpflege zur spielerischen Routine wie das tägliche Füttern und Spazieren gehen. 

     

    Inhaltsübersicht 

    Worauf sollte bei der Ohrenkontrolle geachtet werden? 

    Hinweise auf eine Erkrankung der Ohren 

    Die richtige Augenkontrolle 

    Symptome bei Augenerkrankungen 

     

    Worauf sollte bei der Ohrenkontrolle geachtet werden? 

    Bei Hunden mit Knick- und Schlappohren ist die Durchlüftung des Ohres schlechter als bei Artgenossen mit aufrecht stehenden OhrenDas dadurch entstehende feuchte und warme Klima bietet den idealen Nährboden für Bakterien und Pilze. Dies kann vermehrt zu einem Problem werden, wenn Ihr Hund gerne schwimmt und dabei Wasser ins Ohr bekommt. Auch Hunde mit einer starken Behaarung im Außenohr sowie Allergiker sind häufiger von Problemen mit den Ohren betroffen.

     

    Bei der regelmäßigen Kontrolle der Ohren sollten Sie auf Folgendes achten: 

    - die Farbe der Haut im Ohr 

    - Verunreinigungen 

    - Feuchtigkeit 

    - Geruch  

    - Fremdkörper (z. B. Grannen, Grashalme, Zecken, Milben)

    Hinweise auf eine Erkrankung der Ohren 

    Ohrenerkrankungen oder Fremdkörper im Ohr äußern sich mit unterschiedlichen Symptomen. Achten Sie deshalb bei der Kontrolle auf folgende Auffälligkeiten sowie Beschwerden Ihres Tieres: 

    - häufiges Schütteln oder Schiefhalten des Kopfes

    - vermehrtes Kratzen der Ohren

    - Reiben der Ohren am Boden oder an Gegenständen

    - Berührungsempfindlichkeit am Ohr

    - unangenehmer Geruch 

    Die richtige Augenkontrolle: klare Augen sind ein gutes Zeichen 

    Im Normalfall sind am gesunden Auge Ihres Hundes keine aufwendigen Pflegemaßnahmen nötig. Die Augen sollten klar-glänzend und die Umgebung sauber sein. Weder ein farblich veränderter Ausfluss noch ein übermäßiger Tränenfluss sollte vorhanden sein. 

    Insbesondere bei brachyzephalen (kurzköpfige bzw. rundköpfige) Hunderassen wie dem Mops oder der Französischen Bulldogge kann es aufgrund ihrer Anatomie zu Tränenspuren kommen. Diese Spuren und eventuell entstandene Verfärbungen können mit speziell dafür entwickelten milden Pflegemitteln entfernt werden. Auf keinen Fall sollten für die Entfernung der Verfärbungen Wasserstoffperoxid, Bleichmittel oder ähnliches verwendet werden! 

    Die Hornhaut des Auges ist sehr empfindlich. Deshalb ist ein kompletter Lidschluss, der die Hornhaut und somit das Auge vor äußeren Einflüssen schützt und die Tränenflüssigkeit gleichmäßig verteilt, wichtig. Auch sollte die Hornhaut nicht durch Haare, Wimpern, Zubildungen wie Warzen, Fremdkörper o. ä. gereizt werden. 

    Symptome bei Augenerkrankungen 

    Typische Symptome für Erkrankungen an den Augen sind z. B.:

    - trockene Augen

    - gelblich eitriger oder grüner Ausfluss

    - gerötete Augen bzw. Konjunktiven

    - Zusammenkneifen der Augen

    - Reiben der Augen mit den Pfoten oder an Gegenständen

    - verstärktes Blinzeln

    - trübe Augenoberfläche

     

    Generell gilt: Je nach Symptom und/oder Befinden Ihres Vierbeiners ist es sinnvoll zum Tierarzt zu gehen und die auftretenden Probleme abzuklären.

  • Zum Fressen gern – Futtermittelallergien bei Hunden

    Futtermittelallergien kommen entgegen vielen Meinungen lediglich bei 10 % der Hunde, die in der Vergangenheit bereits allergische Reaktionen zeigten, vorUnter einer Futtermittelallergie zu leiden ist mit einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität verbunden. Jede Kleinigkeit, die der Hund fressen möchte, muss vom Tierhalter gut durchdacht und überprüft werden. Lesen Sie hier, wie sich eine Allergie bemerkbar machtwie Sie Ihren Hund behandeln können und warum umweltbedingte Allergien nicht zu vernachlässigen sind. 

     

    Inhaltsübersicht 

    Wie äußert sich eine Futtermittelallergie? 

    Die häufigsten Futtermittelallergene bei Hunden 

    So behandeln Sie die Futtermittelallergie Ihres Hundes 

    Wenn die Behandlung nicht hilft: umweltbedingte Allergien sind keine Seltenheit 

     

     

    Wie äußert sich eine Futtermittelallergie? 

    Eine Futtermittelallergie ist eine überschießende Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Inhaltsstoffe aus der Nahrung. Aufmerksame Hundehalter erkennen eine Allergie zunächst am Juckreiz bzw. unaufhörlichem Kratzen ohne jahreszeitliche Schwankungen. Wird hier nicht rechtzeitig eingegriffen, kann es zu massiven Kratzspuren mit Krustenbildung und Haarausfall kommen. Zusätzlich können als Folge dieser Hautverletzungen bakterielle Hautentzündungen auftreten. 

    Neben den Auswirkungen auf die Haut, kommt es zudem bei 15 % der betroffenen Hunde zu Reaktionen an den Darmschleimhäuten, die sich besonders in Durchfall und erhöhtem schleimigen Kotabsatz (mehr als drei bis vier Mal pro Tag) äußern. 

     

    Die häufigsten Futtermittelallergene bei Hunden 

    Die meisten Futtermittelallergiker reagieren glücklicherweise nur auf einen bestimmten Futterbestandteil. Zu den allergieauslösenden Inhaltsstoffen im Hundefutter zählen vor allem tierische und pflanzliche Proteine (Eiweiße) sowie Kohlenhydrate. Mit großem Abstand führend sind hierbei Hühnerfleisch, Rindfleisch und Milchprodukte. Aber auch andere Nahrungsbestandteile wie z. B. Fisch, Schweineoder Lammfleisch, Eier, Getreide- oder Sojaprodukte können Allergieauslöser sein. 
    Substanzen wie Farb-, Geschmacks- und Konservierungsstoffe spielen entgegen der weitverbreiteten Meinung als Auslöser von Futtermittelallergien nur eine geringe Rolle. 

     

    So behandeln Sie die Futtermittelallergie Ihres Hundes 

    Das Mittel der Wahl bei der Behandlung einer Futtermittelallergie ist die sog. Ausschluss- bzw. Eliminationsdiät. Dabei wird die Nahrung auf ausschließlich eine Eiweißkomponente und eine Kohlenhydratquelle, die Ihr Hund vorher noch nie gefressen hat, umgestellt. Bessern sich die allergischen Reaktionen, können Sie davon ausgehen, dass Ihr Hund unter einer Allergie auf bestimmte Inhaltsstoffe im alten Futter leidet. Stellt sich keine Besserung ein, muss so lange nach einer Eiweiß- und Kohlenhydratquelle gesucht werden, bis der Auslöser eliminiert wurde. Um Ihnen die Allergiediagnostik zu erleichtern, bieten inzwischen etliche Marken spezielles hypoallergenes Hundefutter an. 

    Als Alternative zur Ausschlussdiät können Sie bei Ihrem Tierarzt eine Blutuntersuchung durchführen lassen, bei der die Antikörper auf verschiedene Futtermittel analysiert werden. Somit erfahren Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit die allergieauslösenden Bestandteile und können sie künftig aus der Ernährung Ihres Hundes verbannen. 

    Je nach Zustand des Hautbildes sollten Sie außerdem mit Ihrem Tierarzt über eine medikamentöse Behandlung sprechen, um somit den Juckreiz und daraus resultierende Hautreizungen zu lindern. 

     

    Wenn die Behandlung nicht hilftumweltbedingte Allergien sind keine Seltenheit 

    Ihr Hund leidet trotz Umstellung des Futters an Juckreiz und Hautveränderungen? Oftmals liegt der Grund in der Überreaktion des Körperauf bestimmte Allergene aus der Umwelt. 

    Zu den häufigsten Auslösern für eine umweltbedingte Allergie gehören: 

    - Gräser 

    - Pollen 

    - Hausstaubmilben 

    - Flöhe 

    Damit Sie Ihren Hund bei allergischen Reaktionen erfolgreich behandeln können, sollte also zunächst der Auslöser ermittelt werden. Anschließend empfiehlt sich eine symptomatische Behandlung, die Beseitigung bzw. Vermeidung des Allergieauslösers sowie die Umstellung des Futters auf eines, das sich langfristig positiv auf die Haut und den Magen-Darmtrakt auswirkt. 

  • Warum frisst Ihr Hund Kot?

    Das Kotfressen bei Hunden, auch Koprophagie genannt, ruft bei uns Menschen einen Anflug von Ekel hervor. Für den Hund hingegen ist Kot, unabhängig davon ob der eigene, der anderer Tiere oder sogar vom Menschen, in keinem Maße eklig. Ganz im Gegenteil, durch die flüchtigen Fettsäuren im Kot, riecht dieser für Hunde sehr attraktiv. Das gelegentliche Kotfressen ist evolutionsbedingt normal und kein Grund zur Sorge. 

    Bei Hündinnen, die gerade erst geworfen haben, ist das Fressen des Kotes ihrer Welpen ein ganz normales Verhalten, um das Wurflager sauber zu halten. Auch bei Welpen ist dieses Verhalten nicht besorgniserregend, da diese den Kot zum Aufbau ihrer Darmflora nutzen.  

    Doch warum frisst Ihr Hund denn nun den Kot und was kann man dagegen tun? 

     

    Inhaltsübersicht 

    Gründe für Kotfressen 

    Warum sollte man etwas dagegen unternehmen? 

     

    Gründe für Kotfressen 

    Die Ursachen für das Kotfressen können vielfältig sein. Man sollte sich also eingehend darüber Gedanken machen, was die Ursache für das Kotfressen sein könnte. Wurde die Ursache herausgefunden, kann man diese konsequent beseitigen. 

    Dabei ist es von Vorteil, wenn der Hund das Kommando „Aus“ beherrscht und sofort Nahrung und Spielzeug freigibt. Dies hilft nicht nur dabei zu verhindern, dass der Hund Kot frisst, sondern ist auch in vielen anderen Situationen hilfreich. Dieses Kommando geht Hand in Hand mit der Klärung, wer in der Beziehung das Alphatier darstellt. Der Hund sollte klar wissen, dass er ohne Erlaubnis keinen Kot oder andere Nahrungsmittel anrührt. 

    Um Ihrem Hund das Kotfressen abzugewöhnen, können Sie den Kot auch mit scharfen Gewürzen, wie zum Beispiel Cayennepfeffer, bestreuen. Nach einiger Zeit verbindet der Hund das Fressen von Kot mit einem unangenehmen Brennen in der Maulhöhle und unterlässt das Fressen von Kot. 

     

    Doch manchmal sind die Ursachen auch ganz anderer Natur. Hier finden Sie einige Auslöser für das Kotfressen:

    1. Hygiene 

    Bei der Haltung von Hunden im Zwinger kann es durch zu hohe Bestände und Hygienemängel bei den Hunden zu Frustration kommen. Der Hund versucht durch das Kotfressen seine Umgebung zu reinigen. 

    Es kann helfen den Hundezwinger häufiger zu reinigen um dem Hund keine Möglichkeit mehr zu geben in den „Genuss“ des Kotfressens zu kommen. 

      

    2. Stress 

    Hunde die häufig alleine gelassen werden und dadurch einen mangelnden Kontakt zum Menschen haben, oder jene bei denen die Rangordnung innerhalb der Familie nicht geklärt ist, neigen zum Kotfressen. Sie erhoffen sich dadurch mehr Aufmerksamkeit, da das Herrchen oder das Frauchen meist anfängt zu schimpfen, wenn der Hund sich am Kot bedient. Dies wird dann schnell zu einer schlechten Angewohnheit, um die Aufmerksam auf sich zu ziehen. 

    Man sollte den Hund seinem Entwicklungsstatus entsprechend fördern. Viel Bewegung und Beschäftigung mit dem Hund kann die Unart des Kotfressens meist verbessern. 

      

    3. Körperliche Belastung 

    Hunde, die körperlich stark belastet werden, wie zum Beispiel Schlitten- oder Windhunde, versuchen über das Kotfressen ihren Energieverlust schnell wieder auszugleichen. 

    Stellen Sie daher Ihrem Hund nach getaner Arbeit ausreichend Futter zur Energiegewinnung zur Verfügung. 

      

    4. Krankheiten 

    Meist ist hier der Grund eine Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse. Die Bauchspeicheldrüse produziert zu wenige Enzyme, so dass der Körper die Nährstoffe aus dem Futter nicht mehr verwerten kann. Hierdurch kann es zu Heißhunger bei dem Hund kommen. Er sucht sich eine andere Nahrungsquelle zur Energiegewinnung, die dann häufig der für den Hund wohlduftende Kot ist. 

    In diesem Fall sollten Sie mit Ihrem Hund den Tierarzt aufsuchen. Dieser kann feststellen, ob es sich tatsächlich um eine Bauchspeicheldrüsenunterfunktion handelt. Hat Ihr Hund diese Erkrankung, muss sie behandelt und die fehlenden Verdauungsenzyme über das Futter zugeführt werden. 

      

    5. Wurmbefall 

    Durch den Befall mit Würmern werden die Verdauungsvorgänge des Hundes gestört, was ein Auslöser für das Fressen von Kot sein kann. Denken Sie daran Ihren Hund regelmäßig zu entwurmen!

      

    6. Falsches Futter 

    Grundsätzlich sollten Sie ausschließlich vollwertiges und hochverdauliches Futter geben, das an die Bedürfnisse, Lebensabschnitte und das Aktivitätslevel Ihres Hundes angepasst ist. 

    Bekommt Ihr Hund dennoch über die Nahrung nicht die erforderlichen Nährstoffe, können Sie Nahrungsergänzungsmittel hinzu füttern, wie zum Beispiel das „NoShit gegen Kotfressen“ von Tierarzt24. Dies unterstützt die Darmgesundheit und versorgt den Hund mit Vitamin A und D sowie dem Spurenelement Kobalt. 

    Einige chemisch hergestellten Zusatzstoffe in minderwertigem Futter können Kot geschmacklich noch attraktiver für den Hund machen. Augen auf bei der Futterwahl! 

     

    7. Revierverhalten 

    Manche Hunde haben einen sehr starken Instinkt ihr Revier zu verteidigen. Befindet sich nun Kot von anderen Hunden im eigenen Revier, kann es dazu kommen, dass der Hund den Kot des vermeintlichen Rivalen frisst, um dessen Markierung zu entfernen. 

      

    Warum muss man denn nun eigentlich etwas gegen das Kotfressen unternehmen? 

    Man sollte das Kotfressen aus hygienischen und gesundheitlichen Aspekten unterbinden. Der Hund kann mit dem Fressen von fremden Kot Würmer und andere Parasiten aufnehmen. Durch das Ausscheiden von Medikamenten über den Kot und das anschließende Fressen dieses Kotes durch Ihren Hund, kann dessen Organismus schwer belastet werden. 

  • Giardien als Durchfallerreger für Hunde

    Giardien gehören zu den häufigsten Magen-Darm-Parasiten bei Hunden. Die Übertragung auf immunschwache Menschen und andere Tiere ist unter bestimmten Umständen sehr leicht. Daher sind ein schnelles Erkennen und eine anschließende Behandlung wichtig. Wir klären Sie auf! 

     

    Inhaltsübersicht 

    Was genau sind Giardien? 

    Ursachen einer Giardieninfektion 

    Welche Symptome treten bei einem Giardienfall auf? 

    So lassen sich Giardien nachweisen 

    Diagnose: Giardien – diese Therapiemöglichkeiten haben Sie 

     

    Was genau sind Giardien? 
    Giardien sind mikroskopisch kleine, einzellige Dünndarm-Parasiten der Gruppe der Protozoen. Sie besitzen eine birnenförmige Form mit sogenannten Geißeln zur Fortbewegung. Zu ihnen zählen eine Reihe verschiedener Genotypen, welche in unterschiedlichen Maßen wirtsspezifisch sind. So können sich eine Vielzahl von Säugetieren und Menschen mit dem Subtypen Giardia duodenalis, welcher in der Umwelt weit verbreitet ist, infizieren. Die Giardia duodenalis werden bei Menschen, Hunden und bei Katzen gefunden und gelten daher als zoonotischer Genotyp, was bedeutet, dass der Parasit auf andere Spezies übergehen kann. Die Giardia enterica werden bei Menschen und Hunden gefunden und sind daher auch potentiell zoonotischGiardia canid sind weitgehend hundespezifisch und die Giardia cati katzenspezifisch. Durch das zoonotische Verhalten der Giardien sind häufig Bereiche mit hohen Tierbeständen, wie Zwinger, Tierheime und Zuchtstationen, von den Erregern betroffen. 

     

    Ursachen einer Giardieninfektion 
    Die Infektion mit Giardien erfolgt durch die orale Aufnahme über den Mund, von wo aus die Parasiten in den Dünndarm gelangen. Dort erfolgt die Anheftung der Giardien an die Darmschleimhaut, wodurch diese beschädigt wird. Anschließend wandeln sich die Giardien von ihrem vegetativen Stadium des Trophozoiten in eine Dauerform, der Zyste, um. Diese Zysten werden letztendlich mit dem Kot ausgeschieden und können ca. eine Woche in den Fäkalien, mehrere Wochen im Boden oder kaltem Wasser und mehrere Monate in feuchter, kalter Umgebung überleben. Dieses lange Überleben der Giardien in der Umgebung begünstigt erneute Infektionen, zum Beispiel durch infizierten Kot, das Schwimmen in verseuchtem Wasser, das Fressen und Trinken aus infizierten Näpfen, durch Kontakt mit infiziertem Gras und das gegenseitige Belecken der Hunde bei versteckten Zysten im Fell. 

     

    Welche Symptome treten bei einem Giardienbefall auf? 
    Giardien zu erkennen ist nicht immer ganz einfach, da nicht jedes Tier Symptome aufweist -insbesondere gesunde, ausgewachsene Tiere. Sehr deutlich hingegen sind Anzeichen einer Infektion bei Jungen und immunschwachen Tieren. Die Giardien verursachen schweren, anhaltenden Durchfall, der teilweise durch schleimgien und blutigen Kot aufgrund der beschädigten Darmschleimhaut begleitet wird. Selten werden auch Erbrechen sowie Bauchkrämpfe beobachtet. Bei einem Hund kann man bei 10-20 % der Durchfallerkrankungen von einer Giardieninfektion ausgehen. 

     

    So lassen sich Giardien nachweisen 
    Bei anhaltenden Magen-Darm-Problemen wie Durchfall und Erbrechen sollten Sie auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen. Der Nachweis der Giardien erfolgt dann meist durch die Untersuchung einer Kotprobe. Da Giardienzysten nur unregelmäßig ausgeschieden werden, empfiehlt es sich, eine Sammelkotprobe von drei bis vier Tagen beim Tierarzt abzugeben. Dabei genügen bereits kleine Mengen des Kotes. 

     

    Diagnose: Giardien - diese Therapiemöglichkeiten haben Sie 
    Die Therapie zur Giardienbekämpfung ist nicht immer einfach, da die Parasiten sehr hartnäckig sind und es häufig zu einer Reinfektion kommt. Werden Giardien bei Ihrem Hund festgestellt, wird häufig eine medikamentöse Behandlung mit einem Anti-Parasiten-Mittel und Antibiotika angestrebt. Bei Einzeltieren ohne Symptome kann unter Umständen auf eine Behandlung mit Medikamenten verzichtet werden. Das Mittel der Wahl zur Bekämpfung von Giardien ist Fenbendazol, welches täglich über fünf Tage verabreicht werden sollte. Gegebenenfalls sollte eine Behandlung nach zwei Wochen wiederholt werden. Zusätzlich sollten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr achten. 

     
    Da Giardienzysten lange infektiös bleiben können, welches durch ein feuchtes, kühles Klima begünstigt wird, sind hygienische Maßnahmen essentiell zur Vermeidung einer erneuten Infektion. Folgende Maßnahmen sollten Sie idealerweise beachten:

    - Den Kot umgehend beseitigen 

    - Fress- und Trinknäpfe mit heißem Wasser ausgewaschen und anschließend gut und gründlich abtrocknen 

    - Sämtliche Decken bei mindestens 60°C in der Waschmaschine waschen 

    Alle Böden und Oberflächen mit heißem Wasser und speziellem Desinfektionsmittel wie ViPiBaX Giardien EX säubern und gut trocknen 

    - Ihren Hund baden und gründlich shampoonieren, um das Fell von anhaftenden Zysten zu befreien 

    Zusätzlich empfehlen wir für eine gewisse Zeit ein leicht verdauliches und energiereiches Futter für Magen-Darm-ProblemeDiese Ernährung sorgt für eine minimale Magen-Darm-Belastung bei gleichzeitiger optimaler Nährstoffversorgung. 

    Wir wünschen Ihnen und Ihrem Vierbeiner gute Besserung. 

  • Hilfe, mein Hund frisst Schnee!

    Sobald es draußen kälter wird und die ersten Schneeflocken fallen gibt es doch nichts Schöneres als mit dem geliebten Vierbeiner im Schnee spazieren zu gehen und zu spielen. Doch Vorsicht wenn Ihr Hund zu viel Schnee frisst! Denn nicht nur die Schneemenge, auch Verunreinigungen durch Streusalz und andere Chemikalien können zu starken Magenbeschwerden bis hin zur sogenannten Schneegastritis führen. Wir zeigen Ihnen deshalbworauf Sie beim nächsten Winterspaziergang achten sollten. 

     

    Inhaltsübersicht 

    Woran Sie erkennen, dass Ihr Hund unter einer Schneegastritis leidet 

    Wie können Sie verhindern, dass Ihr Hund Schnee frisst? 

    So unterstützen Sie Ihren Hund bei einer Schneegastritis 

     

    Woran Sie erkennen, dass Ihr Hund unter einer Schneegastritis leidet 

    Die Schneegastritis ist schlicht und einfach eine Magenschleimhautentzündung, die dadurch entsteht, dass die Kälte und Verunreinigungen des aufgenommenen Schnees die empfindliche Magenschleimhaut Ihres Hundes reizen. Der auffälligste Hinweis auf eine Gastritis ist ein lautes Gurgeln im Magen- und Darmtrakt. Des Weiteren können Bauchschmerzen hinzukommen, die sich durch eine gespannte Bauchdecke und einen aufgewölbten Rücken wiederspiegeln. In schlimmeren Fällen kann es zum Speicheln, Würgen sowie Erbrechen und sogar blutigem Durchfall kommen. 

     

    Wie können Sie verhindern, dass ihr Hund Schnee frisst? 

    Auf keinen Fall sollten Sie Ihren Hund durch Schneeballwerfen und Suchspiele dazu animieren Schnee zu fressen. Bei sehr empfindlichen Tieren empfiehlt sich die Führung an der Leine und eventuell sogar das Tragen eines Maulkorbes. Wie schon erwähnt, wird die Schneegastritis nur selten durch den Schnee alleine ausgelöst. Meist sind Substanzen wie Streusalz und Frostschutzmittel beteiligt, die durch ihren Geruch und Geschmack vermehrt zum Fressen anregen. Nutzen Sie beim Spaziergang also nach Möglichkeit ungestreute Wege und Rasenflächen, damit Ihr Hund gar nicht erst in deren Genuss kommen kann. 

     

    So unterstützen Sie Ihren Hund bei einer Schneegastritis 

    Eine leichte Schneegastritis lässt sich meistens schon mit einer Schonkost-Diät in den Griff kriegen. Sie sollten für ein paar Tage gekochtes Hühnchen, Reis sowie Hüttenkäse oder spezielle Diätfuttermittel für einen empfindlichen und gereizten Verdauungstrakt verfüttern. Zudem sollten Sie darauf achten, dass die Nahrung und das Trinkwasser Zimmertemperatur haben. So kann sich der Magen- und Darmtrakt beruhigen und Ihrem liebsten Vierbeiner geht es schon bald viel besser. Tritt dadurch keine Besserung auf und Sie stellen mehrere Symptome gleichzeitig fest oder es zeigt sich sogar blutiger Durchfall, empfehlen wir Ihnen umgehend mit ihrem Hund zum Tierarzt gehen. 

    Trotz alledem: Genießen Sie den Schnee und die Zeit mit Ihrem Hund in vollen Zügen! 

  • Husten beim Pferd erkennen und behandeln

    Atemwegserkrankungen sind ein weitverbreitetes Problem in der Pferdehaltung. Vor allem zum Jahreszeitenwechsel und in den Wintermonaten schwächen wechselhafte Temperaturen und nasskaltes Wetter das Immunsystem, sodass viele Pferde unter Husten und Nasenausfluss leiden. Lesen Sie, wie Sie Ihr Pferd gezielt unterstützen können. 

     

    Inhaltsübersicht 

    Das Atmungssystem von Pferden 

    Die Ursachen für Pferdhusten sind vielfältig 

    So können Sie Ihr Pferd unterstützten und Husten behandeln 

     

    Das Atmungssystem von Pferden 

    Der Atmungsapparat eines Pferdes ist außergewöhnlich leistungsstark. Das gesamte Lungenvolumen beträgt zwischen 40-55 Liter. Bei jedem Atemzug atmet ein Pferd sechs bis acht Liter ein und wieder aus. Somit strömen pro Tag etwa 70.000 Liter Luft durch die Lungen eines Pferdes. 

    Die zuständigen Organe lassen sich dabei in zwei Bereiche unterscheiden: die oberen und die unteren Atemwege. Zu den oberen Atemwegen zählen die Nüstern, Nasenlöcher, Nasenhöhle, Nasennebenhöhlen, der Nasenrachen und Kehlkopf. Die unteren Atemwegen hingegen bestehen aus Luftröhre, Lunge, Bronchien und Lungenbläschen (Alveolen).  

    Bei der Atmung wird zunächst Luft über die Nüstern eingeatmet, erwärmt und am Kehlkopf vorbei in die Luftröhre geleitet. Im Gegensatz zu uns Menschen können Pferde ausschließlich über die Nüstern atmen, da das Gaumensegel eine Atmung durch den Mund unmöglich macht. Von der Luftröhre aus strömt die Luft schließlich über die Bronchien bis in die Alveolen. Erst hier wird der Sauerstoff an das Blut übergeben und Kohlenstoffdioxid aus dem Blut wieder abgegeben. Während des gesamten Atemprozesses wird die Luft mehrfach gefiltert, um Staub, Schmutz, Bakterien und Viren abzufangen. 

    Hat man den Aufbau des Atmungsapparates einmal verstanden, lassen sich die Auslöser für Husten und anderen Erkrankungen der Atemwege viel leichter vermeiden. 

     

    Die Ursachen für Pferdehusten sind vielfältig 

    Ob ein geschwächtes Immunsystem, Stress, Infektionen oder mangelnde Stallhygiene – Gründe für Husten beim Pferd gibt es viele. Generell ist Husten ein Schutzreflex, der genau dann eingeleitet wird, wenn Pferde Schleim ausstoßen, bevor sich dieser in der Lunge ablagert und möglicherweise zu Lungenerkrankungen führt. 

    Zu den häufigsten Ursachen für Pferdehusten zählen:

    1. Mangelnde Stallhygiene & staubiges Heu 

    Pferde, die nicht im Offenstall gehalten werden, sind häufig einem hohen Staub- und Ammoniakgehalt in der Stallluft ausgesetzt. Achten Sie deshalb besonders auf eine gute Stalldurchlüftung. Ebenso wichtig ist die Vermeidung von staubigem oder gar schimmeligem Heu bzw. Einstreu. 

    Generell sollten Sie bei Ihrem Tier stets auf eine saubere Umgebung mit ausreichend frischer Luft achten. Während des Ausmistens der Box empfiehlt es sich, das Pferd am Waschplatz o. ä. anzubinden. Zudem können Sie das Heu einweichen oder das Raufutter auf Heulage oder Silage umstellen, um die Staubbildung zu verringern. 

    2. Immunschwäche durch Stress 

    Der lange unterschätzte Faktor Stress - z. B. durch hohe körperliche Belastung -sollte immer als Mit-Ursache für verschiedene Erkrankungen in Betracht gezogen werdenPferde reagieren sehr empfindlich auf Stress und antworten darauf gerne mit einem geschwächten Immunsystem, sodass schädliche Erreger schlechter abgewehrt werden können. 

    3. Atemwegsinfektionen 

    Lässt sich der Husten nicht eindeutig auf die Haltungsbedingungen zurückführen, ist häufig eine virale oder bakterielle Entzündung der Atemwege der AuslöserZunächst harmlos erscheinende Erkältungen können sich schnell zu einem chronischen Husten mit wiederkehrender Atemnot (chronische Bronchitis) ausweiten, der häufig nur noch schwer in den Griff zu bekommen ist. 

     

    ACHTUNG!  

    Leidet Ihr Pferd unter einem viralen oder bakteriellen Infekt, können nicht nur andere Pferde, sondern auch Sie als Reiter sich anstecken! 

      

    So können Sie Ihr Pferd unterstützten und Husten behandeln 

    Schon beim ersten Husten sollte der aufmerksame Pferdebesitzer hellhörig werden und unterstützende Maßnahmen ergreifen, um Erkrankungen der Bronchien und Lunge zu verhindern: 

    1. Fördern Sie produktives Abhusten 

    Mit speziellen Atemwegskräutern bzw. ätherischen Ölen stärken Sie das Immunsystem Ihres Pferdes und unterstützen gleichzeitig die Atemwege. Die enthaltenen Kräuter wie bspw. Spitzwegerich und Thymian wirken krampflösend und verflüssigen zähen Schleim in den Bronchien. Somit erleichtern sie produktives Abhusten, senken das Risiko bakterieller Infektionen der Lunge und lindern lästigen und unproduktiven Hustenreiz. Darüber hinaus stimulieren ätherische Öle sowie die enthaltenen Vitamine das Immunsystem und stärken den Körper effektiv gegen Krankheitserreger. 

    2. Bewegung unterstützt das Abhusten

    Bei Atemwegserkrankungen ist eine individuell an die Belastungsfähigkeit des Pferdes angepasste körperliche Bewegung in staubarmer Umgebung empfehlenswert, um das Abhusten zu fördern. Die Belastung sollte so stark sein, dass die Pferde eine vertiefte Atmung zeigen, aber keine deutlich pumpende Atmung entwickeln. 

    3. Vitamine & Spurenelemente sorgen für ein starkes Immunsystem 

    Jeder Körper benötigt eine Reihe an Vitaminen und Spurenelementen, um das Immunsystem zu stärken. Vitamin C stimuliert z. B. die körpereigene Abwehr und schützt den Körper vor Bakterien und Viren. Vitamin E schützt zusätzlich vor der schädlichen Wirkung „freier Radikale“ und verbessert die Sauerstoffversorgung des Pferdes.  

    Das Spurenelement Zink unterstützt die Intaktheit und die Regenerationsfähigkeit der Schleimhäute in Magen, Darm und Lunge sowie der Haut, die als Teil des Immunsystems gelten. Auch Selen wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus und unterstützt zudem die Verwertbarkeit von Zink, sodass die Kombination beider Spurenelemente besonders sinnvoll ist. 

    4. Unterstützen Sie die Stresstoleranz 

    Zu lange Karenzzeiten zwischen der Fütterung, hochdosierte Kraftfuttergaben, physische und psychische Belastung durch intensives Training und Turniere, Transporte, häufige Stallwechsel oder reine Boxenhaltung mit wenig sozialen Kontakten sind typische Faktoren, die häufig als Stressoren wirken. Daher sollten Sie sowohl die Haltungs- als auch Fütterungsbedingungen sowie die Belastung Ihres Pferdes entsprechend den natürlichen Bedürfnissen des Tieres anpassenZusätzlich können spezielle Ergänzungsfuttermittel mit Vitamin E zur Förderung der Stresstoleranz gefüttert werden.